Nachweis Energieeinsparverordnung (EnEV) – Wärmeschutz

Energiesysteme

Energiesysteme

Die Energieplanung als konsequente Umsetzung der ganzheitlichen Gebäudebetrachtung fasst Planungsleistungen aus den Bereichen Gebäudeplanung, Anlagentechnik, Wärmeschutz und Bauphysik zusammen. Dabei gehen in die Bilanzierung auch Lüftung, Trinkwassererwärmung, Heizung, Kühlung und Beleuchtung ein.

Energieplanung bedeutet die Optimierung der Wirtschaftlichkeit in Bezug auf die Energiekosten durch Variation der genannten Bausteine.

Sinnvoller Weise sollten die Aufgaben Energieplanung, Ausführungsplanung und Bauabwicklung in einer Hand gebündelt werden, da hierdurch Synergieeffekte entstehen. Die Energieplanung bleibt dabei eine eigenständige Leistung, unabhängig von den Planungsleistungen des baulichen Entwurfs.

Energiekonzepte

Geothermie / Wärmepumpe

Wohnhaus Karlsruhe / Geigersberg: 5 Erdsonden mit einer Länge bis zu 125 m (Tiefe) liefern über eine Wärmepumpe für die Beheizung des Gebäudes die Energie. Im Sommer wird die Energie über einen Wärmetauscher zur Kühlung des Gebäudes benutzt. Wärmeverteilung über Fußbodenheizung, Kühlung über Kühldecke.

Energiezentrale mit Blockheizkraftwerk (BHKW)

Blockheizkraftwerk in der Rehaklinik Falkenburg

BHKW in der Rehaklinik Falkenburg

Rehaklinik Falkenburg Bad Herrenalb: Zwei gasbetriebene BHKW-Module mit einer thermischen Leistung von je 210 kW erbringen eine elektrische Leistung von je 100 kW, die in das Stromnetz eingespeist werden. Gemeinsam mit 2 Kesseln (Brennwert- und Niedertemperaturfeuerung) versorgen sie das gesamte Zentrum mit Wärme. Aufgrund des hohen Warmwasserbedarfs wird auch im Sommer Wärme benötigt und somit eine hervorragende Wirtschaftlichkeit erzielt.

Holzpelletskessel mit Gas-Spitzenlastkessel

Gregor-Mendel Realschule und Sportzentrum Süd Heidelberg: Gemeinsame Energiezentrale für beide Gebäude, die über eine Nahwärmeversorgung verbunden sind. Holzpelletskessel für Grund- und Mittellast, Gaskessel für Sommerbetrieb (Warmwasser) und Spitzenlast.

Glas-Doppelfassade und Erdabsorber

Seminargebäude Universität Mannheim

Seminargebäude Universität Mannheim

Universität Mannheim, Seminargebäude: Frischluft wird über einen 110 m langen Erdabsorber in 2,5 m Tiefe angesaugt und somit vortemperiert (im Sommer gekühlt – im Winter erwärmt). Die aufbereitete Luft wird dann in die Seminarräume und den PC-Pool eingeblasen und strömt über die innere Fassade in die Doppelfassade (Abluftfassade) ab. Damit wird auch einer Überhitzung (im Sommer) der Doppelfassade entgegen gewirkt bzw. im Winter ein zusätzlicher Wärmepuffer geschaffen. Eine temperaturabhängige Klappensteuerung übernimmt die energetische Regelung der Doppelfassade und ist Bestandteil des Brandschutzkonzepts (Entrauchung).

Thermische Solaranlage

Therm. Solaranlage Altenheim Waghäusel

Therm. Solaranlage Altenheim Waghäusel

Altenheim Waghäusel-Kirrlach: Beheizt wird das Gebäude mit einem Gasbrennwert- und einem Niedertemperaturkessel, ergänzt durch 45 m² Sonnenkollektoren für die Warmwasserbereitung. Eine spezielle Steuerung sorgt durch die Kombination von solarer Vorwärmung und Nachheizung mit dem Brennwertkessel für legionellenfreies Warmwasser.